Sterne beobachten

Sterne beobachten

Ein wunderschönes Hobby ist die Sterne zu beobachten

Wenn Sie in Ihrer Freizeit gerne die Sterne beobachten, gibt es mehrere Möglichkeiten. Ein Teil der Sternbilder sind mit bloßem Auge zu sehen. Dazu gehören der Große und der Kleine Wagen. Diese sind das ganze Jahr über sichtbar. Die Sternenbilder, die auch für die Sternzeichen verantwortlich sind, kommen in unterschiedlichen Monaten vor.
Wer sich für die Sterne interessiert, sollte sich eine gute Literatur beschaffen und diese ausgiebig studieren. Zu allen Sternbildern und Planeten gibt es interessanten Fakten oder Geschichten. Teilweise stammen sie aus er griechischen Mythologie. Die Entstehung und Deutung der einzelnen Sternbilder werden genau erklärt.
So können Sie sich ein genaues Bild machen, nach was Sie schauen.

Die technischen Hilfsmittel

Wer in einer sternenklaren Nacht in den Himmel schaut, kann bestimmt viel entdecken. Interessanter ist es aber, wenn ein Fernglas zur Hilfe genommen wird. Diese Geräte sind mittlerweile sehr weit fortgeschritten und ermöglichen einen guten Blick und vor allem eine hohe Vergrößerung. Auf diese Weise lassen sich weit entfernte Objekte problemlos erkennen. Es gibt Ferngläser, die speziell für die Astronomie angeboten werden.

Ein Teleskop ist ebenfalls eine interessante Variante. Zwar benötigt das Gerät etwas mehr Platz, dafür verfügen die meisten über gutes Zubehör. Wenn Sie daran Interesse haben, sollten Sie schauen, dass es sich dabei um ein Spiegelteleskop handelt. Mit diesem kann nachts gut geschaut werden. Eine Halterung für das Smartphone ist ebenfalls vorhanden. Damit können Sie Ihre Beobachtungen auf Bild bannen. Falls Sie die Sonne auch einmal betrachten wollen, schützt die eingebaute Spezialfolie Ihre Augen vor dem grellen Licht.
In der Zwischenzeit gibt es auch die Möglichkeit, eine eigene Sternwarte auf das Dach zu stellen. Kleinere Kuppeln werden im Handel angeboten und diese haben eine hohe Reichweite. In Schulen oder Universitäten sind sie sehr oft zu finden.

Der Besuch im Planetarium

In fast allen Bundesländern gibt es ein Planetarium. Die Sterne und den Himmel zu beobachten war schon in der Antike ein beliebtes Thema. Einige Wissenschaftler bauten schon damals mechanische Kugeln, die die Bewegung von Sonne und Mond simulierte.
Im Mittelalter wurden die Armillarsphären gebaut, die Bewegungen der Himmelskörper darstellten.
Im Deutschen Museum wurde 1923 das erste Projektionsplanetarium gezeigt. Die verwendeten Projektoren wurden von der Firma Zeiss entwickelt und befinden sich bis heute in fast allen Planetarien.

In den riesigen Kuppelsälen können die Besucher den Sternenhimmel betrachten. Es wird alles erklärt, mit Farben gespielt oder eine Lasershow gezeigt. Teilweise gibt es auch Vorstellungen oder bestimmte Themen, die im Zusammenhang mit der Astronomie stehen.
Eine andere Sparte sind die Computerprogramme. Diese können in manchen Sternwarten angeschaut werden. Mit diesen können Sie sich virtuell zwischen den Sternen bewegen und Entfernungen berechnen.

Sternenparks in Deutschland

In Deutschland gibt es seit Anfang 2000 einige Lichtschutzgebiete. Diese kommen in sehr dunklen Gegenden vor. Hier sind keine störenden Faktoren wie künstliche Beleuchtung oder Streulicht vorhanden. Dadurch ergibt sich ein klares Bild in den nächtlichen Sternenhimmel. Viele sind der Ansicht, dass der Blick auf die Milchstraße zu einem schützenden Kulturgut gehört. Daher arbeiten auch einige Organisationen zusammen, um diese Gebiete zu schützen.
In Deutschland gibt es fünf Sternenparks, die sich für einen Besuch lohnen:

 Westhavelland
 Sternenpark Pfälzer Wald
 Nationalpark Eifel
 Winklmoos-Alm
 Sternwarte St.Andreasberg

Der erste Sternenpark liegt in Brandenburg und wurde 2014 eröffnet. Nachts können die Sterne beobachtet werden, ein Blick auf die Milchstraße ist ebenfalls möglich. Es gibt viele Veranstaltungen und Informationen zum Park. Die besten Zonen zur Besichtigung sind genau beschreiben. Übernachtungen sind möglich, teilweise unter freiem Himmel.
In der Pfalz befindet sich der Sternenpark Pfälzer Wald. Auf dem großen Campingplatz kann übernachtet und beobachtet werden. Ein sternenreicher Himmel und wunderbare Natur zeichnen dieses Gebiet aus.

Im Nationalpark in der Eifel wird der Nachthimmel besonders geschützt. Das fanden auch die Verantwortlichen und so besitzt die Eifel seit 2019 die Anerkennung als „Internationaler Sternenpark.“ Viele Veranstaltungen finden statt, Beobachtungsplätze sind ausgewiesen und für die Verpflegung ist auch gesorgt.
In den Alpen liegt die Winklmoos-Alm. Dieser Sternenpark ist der vierte offizielle Park in Deutschland und der erste in den Alpen. Einmal in der Woche findet eine öffentliche Sternführung statt. Es wird alles erklärt, die Sternbilder, die Milchstraße und wie die Sternzeichen sich am Himmel verteilen.
Die erste barrierefreie Sternwarte steht im Harz in St. Andreasberg. Viele Besucher mit Einschränkungen können hier einen Blick in den Himmel werfen. Fachkundiges Personal erklärt alles und zahlreiche Erleichterungen, wie breite Gänge oder Erklärungen in Brailleschrift machen den Besuch zu einem schönen Erlebnis.

Tipps zum Beobachten der Sterne

Wenn Sie in den Sternwarten oder auch zu Hause die Sterne beobachten, gibt es einiges zu beachten. Je dunkler der Ort, desto mehr kann gesehen werden. Nach Sonnenuntergang dauert es etwa zwei bis drei Stunden, bis es ganz dunkel ist. Zuerst sollten Sie mit bloßem Auge in den Himmel schauen. Wenn die Augen sich an die Dunkelheit gewöhnt haben, können Sie mit einem Fernglas oder Teleskop weiterschauen. Nach Möglichkeit sollte der Mond nicht zu hell sein. Helles Licht trübt den Blick ebenfalls.
Wenn alles stimmt steht dem Vergnügen nichts mehr im Weg.

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